Montag, 06.09.2010
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Kumbia Queers
Die Kumbia Queers sind eine All-Girl-Band, die 2007 in Argentinien entstand. Gegründet wurde die Band von Punk-Rockerinnen, die der Rock-Szene eine weniger formelle, strenge und misogyne Note verleihen wollten, als die, die sie in Lateinamerika sonst erlebt haben. Ihnen macht es spass der sonst oft so starren Rockszene eine tropische Note zu verleihen und damit vielen Rockern einen Denkzettel zu verpassen. Ihre Texte gehen offen mit dem Thema Homosexualität um, sind witzig und bisweilen provokant - vor allem in der Cumbia-Szene, wo der Machismo sehr tief verwurzelt ist. Sie covern gerne verschiedene Pop/ Rock und Punk-Klassiker - aber nicht mit einer 1:1 Übersetzung ins Spanische, sondern immer mit frechen Textveränderungen. Erfolg hat die Frauencombo damit durchaus. Gerade touren sie durch Europa und begeistern damit ein sehr breites Publikum - ganz über das typische Latino & Rock Klientel hinaus. 5 Planeten Reporter Steen Thorsson hat die Band vor Ihrem Auftritt in Berlin getroffen und mit Ihnen gesprochen.
Pila Zombie Jackson // Guitarra & Coros
Die musikalischen Wurzeln der Kumbia Queers liegen ganz klar in der Punkrockszene. Alle Mitglieder der Frauencombo haben früher in verschiedenen Punkrockbands gespielt. Auf einer Jam nach einem Festvial trafen sie sich das erste Mal und spielten statt dem Punkrocksound Sonido Tropical und Cumbia auf ihren Instrumenten. Das war die Geburtstunde des "Tropipunk".
umbia Queers
Bei dieser Session wollten die Leute Cumbia hören und die Mädels haben einfach mal drauflos probiert. Mit Erfolg: der neu kreierte Sound "Tropipunk" war etwas ganz neues und kam bei den Hörern gut an. Mittlerweile ist es nicht mehr nur die musikalische Mischung mit der die Kumbia Queers immer mehr Menschen begeistern, sondern auch mit ihren Bühnenauftritten im Trash-Style. Da ist die Frontfrau & Sängerin Ali Guagua, die Ober- und Unterarmen komplett tätowiert und Rockersonnenbrille auf reibt sie wie verrückt auf ihrer Guacharaca herum, während neben Ihr Pilar im Cowboylook auf der Gitarre Surfer-Cumbia Sound durch ihre Effektgeräte jagt und Juana die Seiten ihres Ukuleleähnlichem Charango zupft.
Juana Charang // Charango & Gesang
Nach Ihrem ersten Album "Kumbia Nena" ist nun auch das zweite Album der Kumbia Queers auf dem Markt. "Good Save The Queers" heißt es und wurde kurz vor der Tour fertig gestellt. Anders als beim ersten Album gab es für das zweite Werk ein kleines Budget sowie professionelle Unterstützung von Produzent Pablo Escano. Gemeinsam mit ihm wollen die Kumbia Queers nun die argentinische Cumbiaszene erobern, er ist in Argentinien nämlich bereits ein Pionier auf dem Gebiet Cumbia Villera.
Ein Stück des neuen Albums heißt "El Pasoncito”. Ursprünglich war es eine Electrokumbianummer, die Frontfrau Ali 2005 mit Afrodita aufgenommen hatte, doch mittlerweile ist daraus ein Track geworden, der mit den traditionellen Einflüssen der mexikanischen Musik spielt. Textlich arbeitet der Song jedoch eher entgegen der Tradition, denn während die alte Cumbia in Mexico sehr romantisch und verklärt ist, handelt "El Pasoncito" hauptsächlich von Sex, Drugs & Rock ´n Roll.
Für ihr neues Album haben sie auch noch von Granden der Cumbia Digital wie Toy Selectah Hilfe bekommen. Er hat an einigen Tracks Hand angelegt und einzelne Songs mit produziert. Auch mit einzelnen Künstlern der ZZK-Crew aus Buenos Aires gibt es viel Kontakt und gemeinsame Konzerte auf den legendären ZZK Clubnächten. Obwohl sowohl der Name der Band als auch die Show an die Queer-Lesbische Szene angelehnt sind, reden die Frauen lieber über Ihre Musik und Geschichte als Band. Über ihre Rolle in der Queer-Szene ist den Frauen jedenfalls nicht wirklich etwas zu entlocken. Musikalisch kann man jedoch noch einiges von den Queer-Queens erwarten - So Gott will, - God Save The Queers!
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