Freitag, 30.07.2010

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Serie

Jugendarbeitslosigkeit in Europa

Jugendliche hängen herum und trinken Alkohol; Rechte: dpa

Fünfzehn Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 25 haben in Deutschland keinen Job. Das ist nur die offizielle Statistik, die die Zahlen beschönigt, da sich viele junge Menschen in den Warteschleifen des Bildungssystems aufhalten. Hinzu kommt, dass viele Azubis nicht mehr selbstverständlich von ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen werden.
In Spanien oder Schweden sehen die Chancen der jungen Schulabgänger noch viel schlechter aus: Hier ist mindestens jeder dritte junge Mensch ohne Job. Im europäischen Vergleich bietet Deutschland zumindest den Jugendlichen, die eine Lehre erfolgreich beenden, noch immer gute Startchancen in ein erfolgreiches Berufsleben.


Frankreich

Jugendliche schauen durch die Gitter eines Basketballkäfigs; Rechte: dpa

Rund ein Viertel der unter 25-jährigen in Frankreich sind arbeitslos, darunter auch viele junge Erwachsene mit einem abgeschlossenen Studium. Anders als in Deutschland kann man in Frankreich einen Master schon mit 22 Jahren in der Tasche haben. Ein Studium, zumindest in jungen Jahren, hilft bei der Jobsuche zur Zeit leider nicht unbedinngt weiter.


Schweden

Eine Klasse während des Unterrichts; Rechte: dpa

Man glaubt es kaum, aber im Sozialstaat Schweden ist die Jugendarbeitslosigkeit besonders hoch. Schwedens Bildungswesen ist im Umbruch. Seit Herbst 2008 gibt es im Modellversuch die gymnasiale Lehrlingsausbildung, in der Theorie und Praxis zu gleichen Teilen stattfinden. So sollen junge Menschen bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen, denn jeder vierte schwedische Jugendliche hat keinen Job.


Deutschland

Jugendlicher vor einer ARGE; Rechte: dpa

Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist im Zuge der Wirtschaftskrise besonders drastisch gestiegen. Offiziell liegt sie bei 15 Prozent, allerdings sind die Zahlen geschönt, denn viele Jugendliche ohne Ausbildungsplatz befinden sich in "Warteschleifen" der Weiterqualifizierung und fallen aus der Statistik heraus.


Spanien

Spanische Jugendliche sitzen an einer Mauer; Rechte: dpa

Die Gute Nachricht für Polen ist leider eine schlechte für Spanien: Die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen ist in Spanien die Höchste in Europa. Sie liegt bei den unter 25-Jährigen bei 40 Prozent!

  • Audio: Jugendarbeitslosigkeit in Spanien
    Bericht von Reinhard Spiegelhauer
    Cosmo (02.03.10), 3'54

Polen

Jugendliche sitzen auf einer Parkbank; Rechte: dpa

Noch vor wenigen Jahren markierte Polen das Schlusslicht bei der Jugendarbeitslosigkeit in der EU - 2006 mit 29,8 Prozent Arbeitslosen unter 25 Jahren. Heute ist Polen dank guter wirtschaftlicher Entwicklung "Mittelmaß" mit rund 18 Prozent arbeitslosen Jugendlichen. Oft fehlt den Schulabgängern und Uni-Absolventen die Praxisnähe, viele junge mobile Polen wandern aus oder gründen ein eigenes Unternehmen, denn die Arbeitslosenunterstützung ist sehr niedrig.

  • Audio: Jugendarbeitslosigkeit in Polen
    Bericht von Ludger Kazmierczak
    Cosmo (01.03.10), 3'18


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