Serie
Jugendarbeitslosigkeit in Europa
Fünfzehn Prozent der Jugendlichen zwischen 14 und 25 haben in
Deutschland keinen Job. Das ist nur die offizielle Statistik, die
die Zahlen beschönigt, da sich viele junge Menschen in den
Warteschleifen des Bildungssystems aufhalten. Hinzu kommt, dass
viele Azubis nicht mehr selbstverständlich von ihrem
Ausbildungsbetrieb übernommen werden.
In Spanien oder Schweden sehen die Chancen der jungen Schulabgänger
noch viel schlechter aus: Hier ist mindestens jeder dritte junge
Mensch ohne Job. Im europäischen Vergleich bietet Deutschland
zumindest den Jugendlichen, die eine Lehre erfolgreich beenden,
noch immer gute Startchancen in ein erfolgreiches Berufsleben.
Frankreich
Rund ein Viertel der unter 25-jährigen in Frankreich sind
arbeitslos, darunter auch viele junge Erwachsene mit einem
abgeschlossenen Studium. Anders als in Deutschland kann man in
Frankreich einen Master schon mit 22 Jahren in der Tasche haben.
Ein Studium, zumindest in jungen Jahren, hilft bei der Jobsuche zur
Zeit leider nicht unbedinngt weiter.
Schweden
Man glaubt es kaum, aber im Sozialstaat Schweden ist die
Jugendarbeitslosigkeit besonders hoch. Schwedens Bildungswesen ist
im Umbruch. Seit Herbst 2008 gibt es im Modellversuch die
gymnasiale Lehrlingsausbildung, in der Theorie und Praxis zu
gleichen Teilen stattfinden. So sollen junge Menschen bessere
Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen, denn jeder vierte
schwedische Jugendliche hat keinen Job.
Deutschland
Die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland ist im Zuge der
Wirtschaftskrise besonders drastisch gestiegen. Offiziell liegt sie
bei 15 Prozent, allerdings sind die Zahlen geschönt, denn viele
Jugendliche ohne Ausbildungsplatz befinden sich in "Warteschleifen"
der Weiterqualifizierung und fallen aus der Statistik heraus.
Spanien
Die Gute Nachricht für Polen ist leider eine schlechte für Spanien:
Die Arbeitslosenquote unter Jugendlichen ist in Spanien die Höchste
in Europa. Sie liegt bei den unter 25-Jährigen bei 40 Prozent!
Polen
Noch vor wenigen Jahren markierte Polen das Schlusslicht bei der
Jugendarbeitslosigkeit in der EU - 2006 mit 29,8 Prozent
Arbeitslosen unter 25 Jahren. Heute ist Polen dank guter
wirtschaftlicher Entwicklung "Mittelmaß" mit rund 18 Prozent
arbeitslosen Jugendlichen. Oft fehlt den Schulabgängern und
Uni-Absolventen die Praxisnähe, viele junge mobile Polen wandern
aus oder gründen ein eigenes Unternehmen, denn die
Arbeitslosenunterstützung ist sehr niedrig.
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