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Globalista  

Bantaba

im Funkhaus Europa-Interview
Bantaba; Rechte: privat Bild vergrößern

In der Dortmunder Nordstadt sprießt wieder Rootsrockreggae alter Schule. Zu siebt veröffentlichen Bantaba am 13. August ihr Debütalbum "From The Ground Up". Beim diesjährigen Juicy Beats Festival in Dortmund testen die Lokalmatadore ihr Erstlingswerk schon mal auf Tanzbarkeit. Ab 13:00 Uhr spielen sie auf der Funkhaus Europa Worldbeat Stage. Sänger Tim Schwarzpaul und Pianist Mattäus Ciolek erklären im Interview, warum früher - zumindest im Reggae - alles besser war.

Funkhaus Europa: Was steckt hinter eurem Bandnamen?

Tim Schwarzpaul: Wir haben nach einem Wort gesucht, das nicht nur schön klingt, sondern auch eine positive Bedeutung hat. Ein Freund aus Gambia gab uns schließlich de Tipp: Das Wort "Bantaba" kommt aus einer westafrikanischen Sprache und bezeichnet den Ort einer Community, an dem menschen zusammenkommen, um zu feiern, zu musizieren oder zu debattieren. Genau das soll bei unseren Konzerten mit dem Publikum passieren.

Funkhaus Europa: Warum liegen eure musikalischen Wurzeln eher im klassischen Rootsreggae der Siebziger - und nicht im modernen, elektronisch verstärkten Dancehall oder Dub?

Mattäus Ciolek: Wir fühlen und grundsätzlich einfach mehr dem klanglichen Aspekt der Siebziger Jahre verbunden. Dieser organische, warme und analoge Klang inspiriert uns.

Tim Schwarzpaul: Wir verstehen uns als kreatives Kollektiv. Und da sprechen uns einfach Bands aus England an. Jede dort klingt anders - ob Watumbi, Capital Letters oder Steel Pulse. Die Gruppe steht einfach im Vordergrund. Nicht der jeweilige Sänger wie in Jamaika, wo häufig die Backing-Band gewechselt wird.


Album Cover: From The Ground Up; Rechte: Rubinrockers Bild vergrößern

Funkhaus Europa: Euer Debütalbum heißt "From The Ground Up". Warum?

Tim Schwarzpaul: Wir spielen schon seit knapp zehn Jahren - natürlich nicht in dieser Besetzung. Zuletzt hatten wir immer wieder versucht, uns selbst zu produzieren - waren aber nie mit dem Ergebnis zufrieden. Dann kamen wir an den Punkt: "Okay, now we start all over from the ground up!" Wir entschieden uns für einen konsequenten Neuanfang: Im Kölner Studio von Produzent Martin Pauen, dem Schlagzeuger von sebastian Sturms Jin-Jin-Band. Auf der anderen Seite gibt's natürlich auch diesen lokalen Bezug zum Albumtitel: Im Ruhrgebiet wird eben traditionell "from the ground up" vieles zu Tage gefördert. Und dann ist da noch das Motto: Einfach standhaft auf dem Boden bleiben und trotzdem "upwards", also aufwärts zu denken und zu handeln.

Funkhaus Europa: Am 31. Juli steht ihr auf der Funkhaus Europa-Bühne beim Dortmunder Juicy Beats Festival, wie sieht eure Live-Show aus?

Mattäus Ciolek: Wir sind ein Kollektiv. Und als solches wollen wir von der Bühne aufs Publikum wirken. Unser Live-Sound klingt sehr organisch - aus schönen Original-Instrumenten. Wir spielen sehr analog.

Tim Schwarzpaul: Das bedeutet, auf die Bühne bringen wir auch eine Fender Rhodes mit und die entsprechenden verstärker, die es in den Siebzigern gab. Wir bauen echte Orgeln auf, regelrecht ein Orgel-Kabinett. und wir verzichten natürlich auf synthetische Plastik-Keyboardsounds. Was uns im Studio bei der Albumproduktion wichtig war, wollen wir natürlich auch live nicht vernachlässigen. Der Sound wird aber rauer klingen als auf Platte. Und bei sieben Musikern gibt's natürlich immer reichlich Bewegung auf der Bühne. Also kommt alle in Scharen!







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