Samstag, 04.09.2010
Sie befinden sich hier:
WDR.de
Funkhaus Europa
Sendungen
Süpermercado
Alternativen zur iWelt
Apple feiert einen Rekordumsatzmonat nach dem anderen. Aber muss es eigentlich immer iPhone, iTunes und iPad sein? Jörg Schieb sagt, welche Alternativen es gibt.
Immer mehr Konsumenten suchen nach Alternativen zu Apple, denn nicht jeder will in der Masse untergehen oder sich von Apple alles diktieren lassen. Beim neuesten Produkt, dem iPad, ist es noch etwas schwierig, Alternativen zu finden. Denn Apple hat mit dem iPad zweifellos eine neue Gerätegattung auf den Markt gebracht. Zwar haben bereits diverse Hersteller Geräte angekündigt, die dem iPad Paroli bieten sollen - doch verfügbar ist bislang kaum eins davon.
Diese Woche startet 1&1, der DSL-Provider, mit der
Auslieferung des Smartpad. Ein Gerät mit Touchscreen, allerdings
deutlich kleiner - und leichter. Das Smartpad ist dazu gedacht, zu
Hause auf der Couch sitzend im Web zu surfen, E-Mails auszutauschen
oder Programme zu nutzen. Das kompakte Gerät wiegt nur wenige Gramm
und kann ohne weiteres überall mit hingenommen werden.
Während das iPad ab 500 kostet, ist das auf Android basierende
Smartpad kostenlos. Jeder Neukunde soll es bekommen, der einen
DSL-Laufzeit-Vertrag abschließt. Das Smartpad kann im WLAN oder
auch unterwegs online gehen, sofern ein USB-Stick mit Datenfunk
aufgesteckt ist. Andere Hersteller haben vergleichbare Geräte im
Angebot oder angekündigt. So hat die Berliner Firma Neofonie das
WeTab angekündigt, andere Alternativen sind das HomeTablet von
Archos sowie das Streak von Dell sowie einige andere.
Wenn es nur darum geht, zu Hause oder unterwegs eBooks oder
Zeitschriften zu lesen, kommen andere Alternativen in Frage. Amazon
bietet seinen "Kindle" an, Kostenpunkt: 360 Dollar. Auch Sony hat
einen Reader im Angebot. Mit solchen Geräten kann man aber auch
wirklich ausschließlich lesen.
Vom iPhone ist mittlerweile die vierte Generation am Markt, das
iPhone 4. Apple hat damit ohne Frage ein innovatives Smartphone auf
den Markt gebracht. Doch andere Hersteller wie Nokia, Samsung oder
Motorola haben deutlich größere Marktanteile.
Es gibt mittlerweile interessante Alternativen zum iPhone, auch für
anspruchsvolle Handy-Nutzer. Besonders interessant derzeit: das
Samsung S8500 Wave, das HTC Desire, das Nokia X5 und das Sony
Ericsson Vivaz. Sie kommen alle mit einem großen Touchscreen daher,
bieten jede Menge Speicher und Funktionen. Selbstverständlich
lassen sich beliebige Anwendungen laden und benutzen, man kann
online gehen und sein Handy nach eigenem Geschmack
konfigurieren.
Das HTC Desire hat sogar einige Vorteile gegenüber dem iPhone. Das
Android-Handy (im Inneren werkelt das Handy-Betriebssystem Android
von Google) kann zum Beispiel mühelos Flash-Videos anzeigen. Ein
nach wie vor großer Nachteil bei allen Apple-Geräten: Apple
unterstützt zwar Youtube, aber nicht Flash, deswegen kann man
Videos in der Regel nicht abspielen, zum Beispiel die Videos in der
ARD-Mediathek. Das HTC Desire hat damit keine Probleme.
Ein großer Schwachpunkt beim iPhone: Der Akku. Der hält nicht
besonders lange und ist beim iPhone auch nicht austauschbar. Andere
Smartphones bieten austauschbare Akkus, und die meisten halten auch
länger durch, obwohl auch sie große Displays bieten. Das Wave von
Samsung zum Beispiel hält bis zu 50% länger durch als Apples Akku -
und kann bei Bedarf jederzeit gegen einen Ersatz-Akku ausgetauscht
werden.
Ein weiteres wichtiges Geschäftsfeld für Apple ist iTunes, einer
der größten Online-Shops für Musik weltweit. iTunes ist bequem und
komfortabel, vor allem für Nutzer von Apple-Geräten wie iPhone,
iPad oder iPod, denn da klappt das Einkaufen der Musik besonders
komfortabel, nicht nur am PC, sondern auch auf den Geräten selbst.
iPhone, iPad und iPod müssen ohnehin immer wieder mit iTunes
verbunden werden, wenn der User die Geräte in punkto Software auf
dem neusten Stand halten will - ein geschickter Schachzug von
Apple.
Es gibt aber durchaus interessante Alternativen zu iTunes,
Onlineshops, die mindestens genauso viel Musik im Angebot haben, ob
Musicload, Amazon, Napster oder Simfy, um nur einige zu nennen.
Auch hier kann man im großen Stil Musik laden und kaufen. Anders
als bei iTunes landet die Musik sogar in der Regel gleich und
automatisch im MP3-Format auf der Festplatte und kann so bequem
überall gehört werden, ob auf "normalen" MP3-Playern, auf dem PC
oder auf Apples Geräten.
Allerdings: Mit iTunes die Musik auf den eigenen Geräten zu
verwalten, wenn es Apple-Geräte sind, ist ganz besonders
komfortabel, da kommen die anderen Anbieter nicht mit.
Eine interessante Alternative ist simfy.de: Hier kann man für einen
monatlichen Festbetrag, 10€, auf über drei Millionen Songs
zugreifen und auch auf dem iPod/iPhone hören und abspielen,
beliebig oft, beliebig lang.
AutorIn: Jörg Schieb
Es muss nicht immer Apple sein: Alternativen zur iWelt
Zur Sendungsseite von Süpermercado [Funkhaus Europa]
Der WDR ist nicht für die Inhalte fremder Seiten verantwortlich, die über einen Link erreicht werden.